Luther

April 24, 2012 in Luther, Projekte, slideshow von Talentbauer

Ein Megaprojekt geht in die zweite Runde!

Nach dem umwerfenden Erfolg der Uraufführung seines Rockmusicals „Luther – Mensch zwischen Gott und Teufel“ im Oktober 2011 in der Stiftskirche in Kaiserslautern, wagte Komponist Jonas Klamroth den Schritt in die Ferne. Am 20. und 21. April fanden in Bad Dürkheim zwei weitere Aufführungen statt. Uns wurde dabei die Ehre zuteil, erneut durch unsere technische Unterstützung zum Erfolg dieses Projekts beitragen zu dürfen. Neben dem Live-Ton wurde auch ein Livemitschnitt der Aufführung angefertigt, den es in Zusammenarbeit mit Florian Faßnacht DVD-Tauglich in 5.1 abzumischen galt.  Kein einfaches Unterfangen, bedenkt man, dass nicht nur alle Schauspieler und Sänger, sondern auch ein starker Chor und die wirklich kraftvolle Rockband plus Geige, Cello, Fagott und Saxophon in Einklang gebracht werden mussten. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Die Luther DVD ist steht in Professionalität der Veranstaltung in nichts nach, wofür unter anderem auch Christian Schneider verantwortlich ist, der beim Schneiden ganze Arbeit geleistet hat.

 

Der junge Komponist Jonas Klamroth versteht es, druckvolle, mitreißende Rocknummern und gefühlvolle Balladen geschickt aneinanderzureihen, sodass das Stück immer abwechslungsreich und aufregend bleibt. Die perfekt harmonierenden Stimmen von Hauptdarsteller Christoph Schmith als Martin Luther und Annette Schmith als Katharina von Bora tun ihr übriges. Gänsehautfeeling garantiert!

 

 

Auch die Konstruktion der Charaktere ist durchweg gelungen. Alle Rollen konnten durch die Schauspieler glaubhaft verkörpert werden und dies trotz zweier kurzfristiger Ausfälle. Co-Autorin Lea Sigfried spielte die Ave mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre sie schon immer dafür vorgesehen gewesen. Ana Spitzley-Rodriguez in ihrer Paraderolle als verführerische Verkörperung des Teufels überzeugt ebenso wie Daniel Korz als Papst.

 

 

Das Werk schließt mit dem erst melancholisch-nachdenklich beginnenden, sich dann über ein episches Gitarrensolo steigernden und mit einem wuchtigen Chorsatz schließenden „My Dream“.  Es folgen begeisterter Beifall und standing ovations all derer, die Teil dieses Ereignisses sein durften. Niemand hat hier den Eindruck, es mit einem Schülermusical zu tun zu haben, auch wenn die die Anhaftung dieses Etiketts wohl der Grund sein dürfte, weshalb beide Vorstellungen in Bad Dürkheim nicht restlos ausverkauft waren. Es bleibt zu hoffen, dass die Kunde dieses durchweg beeindruckenden Projekts in die Welt hinaus getragen wird und dies nicht die letzte Aufführung von Jonas Klamroths großartigem Debüt-Werk war.